(06.12.2011) Präsentationen von der Fachtagung des ISM und der IGfH „Migrationssensibler Kinderschutz“ am 5.10.2011 in Ludwigshafen
Die Themen Kinderschutz und Migrationssensibilität werden vielfach noch getrennt voneinander diskutiert. Allerdings zeigt der Arbeitsalltag der ASD-Mitarbeitenden, dass Familien mit Migrationshintergrund schon seit geraumer Zeit zu den AdressatInnen der Arbeit gehören. Erstmals liegen nun empirische Erkenntnisse vor, die es ermöglichen, Aussagen über die Relevanz migrationsspezifischer Aspekte im Kinderschutz zu treffen. Diese wurden auf der Fachtagung des ISM und der IGfH „Migrationssensibler Kinderschutz“ am 5.10.2011 in Ludwigshafen vorgestellt und diskutiert. Welche Herausforderungen und Chancen für den Kinderschutz in der Arbeit mit Familien mit Migrationshintergrund liegen, war Thema der Tagung. Es wurden Erkenntnisse des bundesweiten Modellprojekts „Migrationssensibler Kinderschutz“, das vom Institut für Sozialpädagogische Forschung Mainz e. V. (ism) in Kooperation mit der Internationalen Gesellschaft für erzieherische Hilfen (IGfH) an drei Modellstandorten durchgeführt wurde, vorgestellt. Die Ergebnisse zeigen, an welchen Stellen sich die Lebenslagen von Familien mit und ohne Migrationshintergrund gleichen und wo Differenzierungen sowie spezifische Zugänge nötig sind. Entsprechend zielte die Fachtagung darauf ab, zentrale Ergebnisse des Projekts vorzustellen und in Arbeitsgruppen einen vertieften Austausch zu einzelnen Themen zu ermöglichen, um die Diskussion über Kinderschutz bei Familien mit Migrationshintergrund zu unterstützen. Eine praktische Handreichung mit Ergebnissen aus dem Modellprojekt erscheint im Frühjahr/ Sommer 2012. Einige Präsentationen von der Fachtagung finden Sie hier: