(31.08.2010) Studie zu den Schwierigkeiten beim In-Kontakt-Kommen zu Familien
Zu Beginn dieses Jahres wurden in einer Untersuchung der Kinderschutz-Zentren 223 fallverantwortliche Fachkräfte aus den Hilfen zur Erziehung danach befragt, welche Schwierigkeiten ihnen beim In-Kontakt-Kommen zu Familien begegnen.
Circa jede fünfte Fachkraft (19,5 %) spricht an, dass Eltern Angst vor der Herausnahme der Kinder aus der Familie haben und damit vor dem Jugendamt als Institution (Rangplatz 1). Zu schlussfolgern ist daraus, dass insbesondere einem negativen Image des Jugendamtes entgegengewirkt werden muss, da ein solches Image das In-Kontakt-Kommen mit den Familien verhindert und folglich kontraproduktiv für den Kinderschutz ist. Am zweithäufigsten wurde die – scheinbar oder tatsächlich – fehlende Problemeinsicht der Familien benannt. In dem Zusammenhang sind sowohl Schamgefühle der Eltern als auch fehlende Kenntnisse über das Hilfesystem zu berücksichtigen. Der Vertrauensaufbau zwischen den Familien und den HelferInnen wird von 13,5 % der Fachkräfte als größte Schwierigkeit benannt.
Die weiteren Ergebnisse der Untersuchung finden Sie auf der Homepage der Kinderschutz-Zentren in der Rubrik „news“: http://www.kinderschutz-zentren.org/ksz_news1.html.