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(20.01.2010) ExpertInnengespräch Hilfen zur Erziehung und Kindertagesbetreuung der IGfH am 11. Februar 2010

ExpertInnengespräch der IGfH: Hilfen zur Erziehung und Kindertagesbetreuung

Der Ausbau der Kindertagesbetreuung schreitet aufgrund der Verankerung des Rechtsanspruchs im Krippenbereich ab dem Jahr 2013 in großen Schritten voran. Zunehmend entdecken auch Träger der Hilfen zur Erziehung die frühe Kindheit als Betätigungsfeld. Das heißt: Immer mehr "klassische Träger" übernehmen Trägerschaften von Kindertageseinrichtungen, wie Krippen, Kindergärten und Horte.

Diese Entwicklung ist aus fachlicher Sicht durchaus folgerichtig. Schon während der Zeit des Bundesmodellprojekts INTEGRA wurde die Einbeziehung der Regeleinrichtungen immer wieder diskutiert. Dabei entstanden vereinzelt Ansätze, die sich schon damals recht erfolgsversprechend anhörten. In einer Zeit, in der zunehmend auch ganz kleine Kinder in den sozialpädagogischen Familienhilfen betreut werden, braucht es Betreuungsplätze in Regeleinrichtungen, die Kinder aus Erziehungshilfefamilien aushalten können und wollen.

Die Internationale Gesellschaft für erzieherische Hilfen (IGfH) veranstaltet daher mit Vertreter/innen von Trägern und Einrichtungen mit Angeboten der Kindertagesbetreuung ein Expertengespräch in Frankfurt am Main. Bei der Veranstaltung am 11.02.2010 wird unter anderem das Stadtschulamt von Frankfurt am Main zum Thema "HzE und Kitas: Erziehungshilfe als Träger von Einrichtungen?" referieren. Außerdem spricht Prof. Dr. Margit Stamm von der Universität Fribourg in der Schweiz über "Frühkindliche Bildung als Prävention gegen Schulversagen und abweichendes Verhalten". Der Regionalgruppensprecher des Verbands Kindertagesstätten der Schweiz, Jürgen Raber, berichtet über Entwicklungen aus dem Kanton Basel Stadt. Abgerundet wird die Veranstaltung von Stefan Lenz vom Postillion e.V., der über die Einbeziehung der erzieherischen Hilfen in Kindertageseinrichtungen aus Sicht eines freien Trägers berichtet.

Das Netzwerktreffen unter dem Dach der IGfH soll in einem ersten Schritt dazu dienen, den Austausch von Mitgliedseinrichtungen und Mitarbeiter/innen zu befördern und sondieren, welche Konzepte und Überlegungen in diesem Bereich bereits vorliegen.

Es gibt nur eine begrenzte Platzkapazität. Interessenten können sich bei der IGfH unter der Email gabi.wiebeck@igfh.de oder telefonisch unter 069/63398614 anmelden.

Die Teilnehmergebühr für nicht intern eingeladene Personen (ReferentInnen etc.) beträgt 50 Euro.

Datum: 11.02.2010 in Frankfurt (Main)

Tagungsstätte: Hoffmanns-Höfe, Heinrich-Hoffmann-Straße 3, 60528 Frankfurt, Internet: http://www.hoffmanns-hoefe.de/

Hilfen zur Erziehung und Kindertagesbetreuung - Programm -

10.00 Uhr Begrüßung (Josef Koch, Geschäftsführer der IGfH)

10.10 Uhr Inhaltliche Rahmung zur Tagung (Xenia Spernau/ Stefan Lenz)

10.45 Uhr Frühkindliche Bildung als Prävention gegen Schulversagen und abweichendem Verhalten.

Referentin: Prof. Dr. Margit Stamm, Universität Fribourg/Schweiz

11.45 Uhr Hilfen zur Erziehung und Kitas – Träger der Erziehungshilfe als Träger von Kindertageseinrichtungen? Chancen und Grenzen aus Sicht des öffentlichen Trägers.

Referent/innen: Willi Preßmar/ Xenia Spernau, Stadtschulamt, Stadt Frankfurt (Main)

12.30 Uhr Mittagessen

13.30 Uhr Hilfen zur Erziehung und Kitas – Inhaltliche Vorteile einer gemeinsamen Trägerschaft

Referent: Stefan Lenz, Postillion e.V., Wilhelmsfeld

14.00 Uhr Kindertagesbetreuung im Kanton Basel Stadt

Referent: Jürgen Raber, Hausleitung eines Kindertagesheims im Basler Frauenverein und Regionalsprecher Nordwestschweiz des Verbandes Kindertagesstätten der Schweiz (Kitas), Basel/Schweiz

14.30 Uhr Das Modell Familienzentrum NRW im Sozialraum – ein Bericht über die Umsetzung eines Landesprojekts

Referent: Martin Wurzel, St. Josef, Duisburg

15.00 Uhr Kaffeepause

15.15 Uhr Diskussion

16.00 Uhr Kurzer Ausblick

16.15 Uhr Ende der Veranstaltung